Das Thema Verhütung betrifft uns alle

Der Großteil der sicheren Verhütungen bezieht sich allerdings auf Methoden für die Frau. Die Antibabypille („die Pille“) gilt nach wie vor als mit die sicherste Art und Weise, einer Schwangerschaft vorzubeugen. Sie ist einfach einzunehmen, erfordert keinen operativen Eingriff und kann ebenso schnell wieder abgesetzt werden. Ihr Nachteil besteht jedoch darin, dass sie regelmäßig täglich eingenommen werden muss, häufig in einem engen Zeitfenster. Außerdem enthält sie Hormone, die unter Umständen zu
negativen Nebenwirkungen führen. Weitere Verhütungsmethoden für die Frau sind u.a. die Hormon- oder Kupferspirale, die 3-Monatsspritze oder ein Diaphragma. Letztere Methoden weisen allerdings eine geringere Sicherheit in der Verhütung auf.

Für den Mann bleibt neben dem Kondom nur eine Möglichkeit der Verhütung: die Sterilisation. Sie wird auch als „Vasektomie“ bezeichnet und ist neben der Antibabypille die sicherste Verhütungsmethode.

Warum sterilisieren?

  • Sicherheit

    Die Vasektomie ist die sicherste Verhütungsmethode für den Mann.

  • Einfacher Eingriff

    Chirurgischer Eingriff, bei dem nur selten Komplikationen auftreten.

  • Kosten auf Dauer

    Ersparnis der Kosten für z.B. diverse Verhütungsmittel.

  • Erleichterung

    Keine Verhütung mehr für Ihre weiblichen Partner notwenig.

  • Rückgängigkeit

    Es besteht die Möglichkeit einer Wiederherstellungs-Operation.

  • Lebensfreude

    Sichere Verhütung sorgt für die nötige Entspannung und Lebensfreude für beide Lebenspartner.

Was versteht man unter der Vasektomie?

Die Vasektomie (synonym wird auch der Begriff „Vasoresektion“ verwendet) beschreibt einen urologischen operativen Eingriff, der ambulant durchgeführt wird. Dabei werden die Samenleiter im Hodensack des Mannes so durchtrennt, dass sie nicht erneut zusammenwachsen können. Nach einigen Wochen stellt sich beim Patienten die gewünschte Sterilität ein. Das Ziel ist es also, die Zeugungsunfähigkeit des Mannes zu erreichen.

Welche Vorteile ergeben sich durch die Vasektomie?

Einer der wesentlichen Vorteile, die eine Vasektomie mit sich bringt, ist die Sicherheit. Die Vasektomie ist mit einem Pearl-Index von 0,1 ausgewiesen. Einfacher gesagt: Von 1000 Frauen, die ein Jahr lang regelmäßig mit ihrem sterilisierten Partner Geschlechtsverkehr ausüben, wird eine Frau schwanger.

Einen weiteren Vorteil bringt die Vasektomie auch für Männer, deren Familienplanung zwar abgeschlossen ist, die aber nach wie vor sexuell aktiv sein möchten, ohne sich permanent Gedanken über die Verhütung machen zu müssen. Die Vasektomie hält nämlich ein Leben lang. Die Verhütungsmethode erfordert weder eine regelmäßige Medikamenteneinnahme, noch muss sie zu einem weiteren Zeitpunkt erneut aufgefrischt werden. Wurde die Vasektomie einmal erfolgreich vorgenommen, ist der Patient für immer zeugungsunfähig. Siehe: späterer Kinderwunsch nach der Vasektomie

Welche Voraussetzungen müssen für die Vasektomie gegeben sein?

Die Vasektomie ist eine individuelle und höchst private Angelegenheit. In einem persönlichen Gespräch beraten wir Sie daher ausführlich und treffen gemeinsam die Entscheidung, ob die Vasektomie für Sie die geeignete Verhütungsmethode darstellt. Die Voraussetzungen, die gegeben sein müssen, sind in der Regel das entsprechende Alter (30+) und eine abgeschlossene Familienplanung.

Befinden Sie sich in einer festen Paarbeziehung, sollte Ihre Partnerin idealerweise ebenso in die Entscheidungsfindung miteinbezogen werden. Steht eine Partnerin nicht hinter dieser Entscheidung, kann dies auf lange Sicht sehr belastend für die Beziehung sein.

Was sind die Risiken und Folgen des Eingriffs bei einer Vasektomie?

Die Vasektomie ist für den erfahrenen Urologen ein Routineeingriff und gilt als risikoarm. Die Operation gilt als eine der unkompliziertesten in der Urologie und wird in der Regel ambulant durchgeführt, sodass der Patient anschließend direkt nach Hause gehen kann.

Wie bei allen operativen Eingriffen findet auch die Vasektomie unter der Bedingung eines minimalen medizinischen Risikos statt, auf das wir Sie hinweisen möchten. Es bestehen die Möglichkeiten einer Unverträglichkeit des Betäubungsmittels, Nachblutungen sowie Entzündungen der Wunde bis hin zur Nebenhodenentzündung, wobei diese Vorkommnisse äußerst selten auftreten.

Die einzige Folge, mit der der Patient zu rechnen hat, ist die Dauerhaftigkeit der Sterilisation. Dass sie lebenslang wirkt, bedeutet, dass der Mann mit einer hohen Wahrscheinlichkeit niemals mehr Kinder zeugen kann. (Siehe: späterer Kinderwunsch nach der Vasektomie) Die Entscheidung zur Vasektomie sollte aus diesen Gründen niemals leichtfertig getroffen werden. Das A und O ist deshalb das persönliche Beratungs- und Aufklärungsgespräch mit uns in der Facharztpraxis für Urologie in Mannheim.

Mit welchen Kosten müssen Sie bei einer Vasektomie rechnen?

Durchschnittlich liegen die Kosten für die Sterilisation des Mannes zwischen 400 und 600 Euro. Darin enthalten sind der Eingriff sowie die Nachuntersuchung, bei der mindestens zwei Spermiogramme erstellt werden. Das Spermiogramm beurteilt die Zeugungsfähigkeit des Mannes.

Bei der Vasektomie als Verhütungsmethode liegt in den meisten Fällen kein medizinischer Anlass vor, d.h. aus medizinischer Sicht ist die Vasektomie nicht erforderlich. Das ist der Grund, weswegen die Kosten vom Patienten meist selbst getragen werden müssen. Sie fallen allerdings nur einmalig an, wodurch sich der Preis im Vergleich zu Kondom oder Pille nach ca. 4 Jahren amortisiert hat. Die Vasektomie ist damit, aus ökonomischer Sicht, äußerst preiswert.

Fühlen Sie sich bei uns sicher

Eigenes Labor


Nach der Operation werden Spermaproben auf das Fehlen von Samenfäden in unserem eigenem Labor untersucht.

Freundliches Personal


Wir begleiten Sie von Anfang bis Ende Ihrer Behandlung und entlassen Sie mit einem breiten Lächeln aus der Praxis.

Ambulante Operationen


Die Sterilisation wird vor Ort in einem speziellen Behandlungsraum bei uns in der Praxis durchgeführt.

Moderne Therapieformen


Wir verwenden ausschließlich die modernste Technologie und achten dabei auf Ihr Wohlbefinden und natürlich eine erfolgreiche Operation.

Späterer Kinderwunsch nach der Vasektomie

Kann die Sterilisation rückgängig gemacht werden?

Die Sterilisation des Mannes kann grundsätzlich rückgängig gemacht werden. Ob sich die so genannte Refertilisierung (Vasovasostomie) lohnt, muss aber genau überlegt werden. Zum einen handelt es sich bei der Vasovasostomie um eine Operation, die vergleichsweise aufwendig, kompliziert und kostenintensiv ist.

Die Vasovasostomie ist ein mikrochirurgischer Eingriff, der vom Operateur ebenfalls eine gewisse Erfahrung sowie Übung abverlangt. Es werden dabei die Samenleiter wieder zusammengeführt und durchlässig gemacht. Doch selbst dann ist ein Erfolg nicht garantiert. Die Chancen auf eine tatsächlich eintretende Schwangerschaft sind relativ niedrig. Deshalb, aber auch, weil

eine erneute Operation wieder ein Risiko darstellt, sollte man sich nur für die Vasektomie entscheiden, wenn man sich sicher ist, niemals mehr zeugungsfähig sein zu wollen.

Zum anderen reduziert sich die Wahrscheinlichkeit auf eine erfolgreiche Schwangerschaft stetig, je länger die Vasektomie zurückliegt. Eine Garantie für den Erfolg gibt es nicht. Ideale Bedingungen für eine Vasovasostomie liegen vor, wenn die Vasektomie noch nicht länger als zwei Jahre zurückliegt und der Operateur ausreichend Erfahrung mit der Vasovasostomie hat.

Dr. med. Ali Barhoum

Urologe

Der alte Arzt spricht Latein,
der junge Arzt spricht Englisch,
der gute Arzt spricht die Sprache seiner Patienten.

— unbekannt

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